Eitra gibt sich optimistisch

Von Kristina Marth

Eitra. Den Schwung der vergangenen Spieltage mitnehmen und einen weiteren Sieg einfahren wollen die Landesliga-Handballer der HSG Eitra/Oberhaun am kommenden Wochenende. Gegen die DJK SSV Großenlüder will der Tabellendritte am Samstagabend um 19 Uhr vor heimischem Publikum erneut zwei Punkte holen.

"Wir wollen unsere gute Ausgangslage nutzen und uns oben in der Tabelle festsetzen", hat sich Spielertrainer René Hermann vorgenommen. "Der Sieg im Derby gegen Rotenburg am vergangenen Wochenende hat uns Aufschwung gegeben. Den wollen wir mitnehmen und auch dieses Spiel gewinnen." Dabei kann Hermann auf den nahezu kompletten Kader zurückgreifen. Lediglich Alexander Fischer und Andreas Krause fallen aus. "Das ist zwar etwas ärgerlich", gibt Hermann zu, "aber da müssen dann einfach die anderen in die Bresche springen."

Grund genug, optimistisch in die Partie zu gehen, hat er: Während die HSG vier von fünf Saisonspielen gewonnen hat und somit mit eine Punkteverhältnis von 8:2 darsteht, sieht es bei den Gästen aus Großenlüder genau anders herum aus. Mit 2:8 Punkten und zuletzt drei Niederlagen in Folge steht der Aufsteiger gewaltig unter Zugzwang.

Dennoch will Hermann die Gäste auf keinen Fall unterschätzen. "Ich kenne Großenlüder aus der vorletzten Saison", berichtet er. "Die haben ein kampfstarkes Team und sind nicht leicht zu spielen."

Der fünfte Sieg in Serie

Von Hans Hantke

Bad Hersfeld. Die HSG Eitra/Oberhaun gewann am Samstagabend mit 28:21 (14:8) gegen DJK SSV Großenlüder das fünfte Spiel in Folge und setzte sich in der Handball-Landesliga Nord der Männer in der Spitzengruppe fest.

Der spielerische Glanz freilich fehlte diesmal. Was allerdings auch darauf zurückzuführen war, dass mit Andreas Krause, Alexander Fischer und Michale Börner gleich drei Stammspieler ausfielen und somit nur acht Feldspieler zur Verfügung standen. Ein permanentes Durchwechseln war damit von vornherein ausgeschlossen.

Hinzu kam, dass die junge Gästemannschaft robust agierte, nur wenige spieltechnische Möglichkeiten entfaltete und somit zu einem insgesamt schwachen Niveau der Begegnung entscheidend beitrug. Dies sah auch Gästetrainer Rainer Kemmerzell so, der einst das Trikot des TV Eitra getragen hatte: "Da war viel Kampf und Krampf und zu wenig Bewegung in unserem Spiel. Es gab viel zu viele technische Fehler. Mit 28 Gegentoren bin ich aber nicht unzufrieden."

"Die Konzentration hat nachgelassen."

Kemmerzell sprach damit indirekt das an, was bei der HSG Eitra/Oberhaun fast in jedem Spiel zu beobachten ist: Die Chancenauswertung lässt zu wünschen übrig. "Die Konzentration hat bei uns nachgelassen, als wir uns einen klaren Vorsprung erarbeitet hatten", meinte HSG-Spielertrainer René Hermann. Zwar lag seine Mannschaft schnell 0:2 zurück, hielt der Gast dank der Treffsicherheit von Benedikt und Lukas Dimmerling sowie David Aschenbrücker die Partie bis zur 12. Minute (5:5) offen - doch danach mehrten sich die Fehler beim Gast, was die HSG ausnutzte.

Immer dann, wenn die Hausherren ihr schnelles Spiel aufziehen konnten, wenn die direkten Anspiele an den Kreis auf Martin Schnell kamen, wenn die Gästedeckung nach innen gezogen und die HSG-Außen freigespielt wurden, hatte Großenlüder allergrößte Probleme. Trotzdem konstatierte René Hermann, "dass wir uns zu oft durch die körperbetonte Abwehr von Großenlüder haben aus dem Konzept bringen lassen." Deshalb konnte der Gast, der Pech mit einigen Pfosten- und Lattentreffern hatte, im zweiten Abschnitt vom Ergebnis her die Partie offen gestalten, ohne jedoch jemals eine Chance zu haben, die Partie zu kippen. Was sicherlich auch an der kompakten Abwehr der Gastgeber lag, die zudem in Stefan Fohr und später auch Florian Kraft wieder zwei überragende Torhüter hatten, während im Angriff besonders Jens Rüger eine herausragende Leistung zeigte. "Ein Arbeitssieg", meinte René Hermann nach dem Spiel - und rüstete mit seinen Teamkollegen zum Gang auf den Lollsmarkt.

Eitra/Oberhaun: Fohr/Kraft (ab 42.) - Herman, Schnell (6), Rüger (6), Weiß (1), Kienast (6/3), Koch (5), Birkel (4), Wagner (n. e. ).

Tore für Großenlüder: Schaus (3), Benedikt Dimmerling (6), Hübl (1), Hendler (1), Heyl (1), Lukas Dimmerling (5), Aschenbrücker (4).

SR: Deist/Nödler (Bad Wildungen/Baunatal). - Z: 200. - Siebenmeter: 3/3:2/0. - Zeitstrafen: 12:12 Minuten.