Mann des Tage: Fohr

Artikel auf hersfelder-zeitung.de vom 17.02.2008

Handball-Landesliga/Männer: HSG schickt VfL Wanfried mit 31:20 nach Hause

von Michael Rimkus

HAUNECK. Der auf den ersten Blick klare 31:20 (15:6)-Erfolg im Handball-Landesligaspiel zwischen der HSG Eitra/Oberhaun und dem VfL Wanfried wirft beim zweiten Blick dann doch einige Fragen zum Spiel des Gastgebers auf.

Irgendwie ist man noch nicht so richtig aus der Winterpause gekommen (siehe Stimme zum Spiel). Dem Sieg gegen schwache Großenlüdener folgte eine unnötige Pleite bei Südstadt Kassel, und auch die Samstag-Partie offenbarte erneut Schwächen. Eklatant vor allem das Auslassen bester Torgelegenheiten. Mehr als zwei Dutzend (!) davon ließ die Hermann-Truppe ungenutzt: Nur gut, dass Torwart Stefan Fohr mit vielen Glanzparaden diese Manko ausgleichen konnte. Gegen im ersten Abschnitt äußerst schwache Gäste benötigte die HSG einige Anlaufzeit, ehe sie sich nach 20 Minuten eine 9:5-Führung herausgespielt hatte.

Doch von Kombinationsspiel war bis dahin wenig zu sehen, vielmehr waren Einzelaktionen angesagt. Aber gegen den harmlosen VfL, der nach dem 11:6 ganze 13 Minuten kein Tor mehr erzielte, reichte das, um mit 15:6 schon uneinholbar zur Pause zu führen. In Abschnitt zwei folgte dann die obligatorische Schwächephase der HSG. Plötzlich ließ man dem Wanfrieder Angriff, dem man in Halbzeit eins mit Aggressivität den Schneid abgekauft hatte, gewähren. Der gute Eindruck war so beim 18:12 (40.) schon schnell verspielt. Sogar in doppelter Unterzahl erzielte der VfL, angeführt von Röbiger, zwei Treffer in Folge, der klare Vorsprung war beim 20:15 (49.) endgültig dahin.

Zu diesem Zeitpunkt war der erfolgreichste HSG-Rückraumspieler Jens Rüger schon nicht mehr auf dem Feld. Er hatte übermotiviert schon früh seine dritte Zeitstrafe kassiert: Es blieb letztlich ohne Folgen. René Hermann, Matze Kienast und die beiden Linksaußen Achim Birkel und Sascha Gilbert erzielten am Ende nach dem Motto "Toreschießen leichtgemacht" die Treffer, die den dann doch noch deutlichen 31:20-Sieg sicherten. Aber Fragen bleiben. Wird das Team antworten?

HSG: Eckardt, Fohr- Birkel (4), Börner (1), Enders (1), Gilbert (4), Hermann (3), Kienast (8/4), Klein, Rüger (9/3), Schnell (1)

Wanfried: Pauliewicz, Kirchner- Hölzel (1), H.Wehr, C. Wehr, Grein (3), Hertel (4/3), Mayer, Hobbie (3), Manthey (1), Triller (1), Vogt, Röbiger (7/1)

Schiedsrichter: Seifarth/Schneider (Fritzlar) - Zuschauer: 110

Siebenmeter: 9/7- 5/4

Zeitstrafen: 12 Min. - 10 Min.

Rot: Rüger (HSG) 3. Zeitstrafe