Keine Angst vor Vulkan
Artikel von hersfelder-zeitung.de vom 18.10.2007
Eitra/Oberhaun trifft Samstag auf Ex-Regionalligist Vogelsberg
Hauneck. ,,Die Niederlage wirft uns nicht um. Wir machen jetzt mit vollem Kampfgeist weiter", sagt Rene Hermann, Spielertrainer der HSG Eitra/Oberhaun, und blickt nach der Niederlage im Derby optimistisch in die Zukunft. Die Möglichkeit, die Zuschauer von dem nicht gebrochenen Kampfgeist zu überzeugen, besteht für seine Mannschaft schon am Samstag. Dann empfängt die HSG diesmal bereits um 18.30 Uhr in der Waldhessenhalle den Aufsteiger HSG Vulkan Vogelsberg.
Schwankende Leistung
Die Vulkanier stehen im Moment auf dem elften Tabellenplatz und müssen bisher auf einen leistungsschwankenden Saisonstart zurückblicken. Nach der finanziellen Pleite in der Regionalliga setzen die Vogelsberger nun vermehrt auf einheimische Spieler. Einziger Spieler aus damaligen Spitzenzeiten ist der Ungar Janos Toth. Der Spielertrainer hat nach dem Aufstieg aus der Bezirksoberliga zum großen Teil seinen Kader zusammenbehalten können, sodass er mit einer eingespielten Mannschaft in die neue Runde gehen konnte.
Um die Vogelsberger von Anfang an unter Druck zu setzen und sie gar nicht in die Nähe eines Auswärtserfolges zu bringen, will der HSG-Übungsleiter Hermann auf eine offensivere und aggressivere Deckungsvariante umstellen. Ein Fragezeichen steht dabei hinter dem Einsatz von Rückraumschütze Matthias Kienast, der eventuell beruflich verhindert sein wird. Weiterhin müssen die Haunetaler auf den langzeitverletzten Benjamin Apel verzichten.
Mit dem zweiten Tabellenplatz nach sechs Spieltagen ist HSG-Spielertrainer René Hermann mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Einzig die Heimauftritte, die teilweise unnötig spannend gemacht wurden, trüben das Bild ein wenig.
Wenn jedoch am späteren Samstagabend zwei Punkte mehr auf dem Konto stehen würden, wäre die Art des Sieges den Verantwortlichen wahrscheinlich dann doch egal. Langfristig wollen die Haunetaler weiter Punkt um Punkt sammeln, um Weihnachten möglichst im oberen Tabellenviertel zu verbringen. Damit wäre der Mannschaft ein wenig Druck genommen, und Hermann könnten seinen Jungspielern mehr und mehr Einsatzzeiten geben. Oder aber die Zeichen doch noch auf das Erstürmen der Ligaspitze stellen. (pp)
Geistige Frische fehlt
Artikel von hersfelder-zeitung.de vom 21.10.2007
Handball/Landesliga: HSG Eitra/Oberhaun schlägt Vulkan Vogelsberg 29:18
Hauneck. Die HSG Eitra/Oberhaun hat sich in der Handball-Landesliga mit dem klaren 29:18 (11:10)-Heimsieg über Vulkan Vogelsberg gut erholt von der Derby-Niederlage gegen den TV Hersfeld gezeigt. Dennoch darf der Sieg nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nicht richtig rund läuft beim Vizemeister.
Zwar begann man gegen den robusten Gast engagiert, führte schnell mit 4:1 und zwang Vogelsberg zur frühen Auszeit (8.). Zog danach sogar bis auf 8:3 davon, aber trotzdem zeigten sich schon alte Schwachstellen auf: erneut wurden Reihenweise beste Chancen unkonzentriert vergeben, und somit der harmlose Gast aufgebaut. Ganze drei (!) Tore hatte Vogelsberg bis zur 17. Minute gegen den starken Fohr im HSG-Tor erzielt, ehe man durch die Schwächen der HSG von 10:4 bis auf 10:9 herankam.
Hermann stinksauer
Stinksauer zog Spielertrainer Hermann die Notbremse: Auszeit. Aber es änderte wenig, 11:10 stand es zur Pause.. "Uns fehlt momentan die geistige Frische, zudem stimmen meine Form und die von "Matze" Kienast nicht. Jens Rüger fehlt zudem noch ein Stück zur Form wie vor der Verletzung, und die jungen Spieler brauchen halt noch Entwicklungszeit", so Hermann zur Leistung seiner Truppe. Die zweite Hälfte war dann ein Spiegelbild der ersten. Trotz weiter schwacher Wurfausbeute zog die HSG auf 18:11 davon (42.), während der Gast wiederum lange Zeit im Angriff versagte. Die Gastgeber spielten sich danach frei, zeigten ihr eigentliches Vermögen und versöhnten den eigenen Anhang zum Ende hin. (mir)
HSG Eitra/Oberhaun: Fohr, Kraft / Gilbert (4), Hermann (1), Kienast (5/1), Rüger (7/4), Enders (1), Schnell (3), Klein (3), Börner (1), Krause (3), Birkel (1)
Vogelsberg: Decher, Andert / Kröll (1), Toth (4/1), Walter (4), Lamprecht, Rockel, Pytlik (2), Vogelbacher (4), Friedrich (1), Renker, Thoma(2), Sachs, Schmidt, Zander
Zuschauer: 100 - Schiedsrichter: Grutska/Grutska (FT Fulda)
Siebenmeter: 8/3 - 3/3
Zeitstrafen: 8 Min. - 10 Min.
