Noch einmal volle Pulle!
Artikel von hersfelder-zeitung.de vom 20.12.2007
BAD HERSFELD. Nach dem Sieg ist vor dem Fest: Unter diesem Motto geht Handball-Landesligist HSG Eitra/Oberhaun in das letzte Heimspiel in diesem Jahr am Samstag -Beginn 18.30 Uhr in der Bad Hersfelder Waldhessenhalle - gegen den TSV Ost-Mosheim.
Für die HSG ist das erste Spiel der Rückrunde gleichzeitig ein echter Knüller. Denn es treffen die beiden Verfolger des souveränen Spitzenreiters TV Hersfeld aufeinander. Eitra/Oberhaun ist Zweiter, Ost/Mosheim Dritter. Doch selbst bei einer Niederlage würde sich an der Tabellenkonstellation zunächst nichts ändern, denn die HSG (21:5 Zähler) besitzt vier Punkte Vorsprung vor den Gästen, die 17:9 Punkte vorweisen können.
Noch einmal will die HSG im alten Jahr "volle Pulle" geben. "Natürlich wollen wir unseren Fans zwei Punkte unter den Weihnachtsbaum legen", sagt René Hermann. Dabei ist es dem Eitraer Spielertrainer völlig egal, ob der Sieg knapp oder deutlich ausfällt: "Eigentlich ist das völlig wurscht. Hauptsache, wir gewinnen!"
Dass die Aufgabe schwer genug wird, dessen ist sich der Coach bewusst. Er erinnert sich an das Hinspiel, das ein hartes Stück Arbeit bedeutete. Nur knapp, gerade mit zwei Toren Unterschied (32:30), gewannen die Haunecker in Ost-Mosheim. "Schon damals habe ich prognostiziert, dass die ganz oben dabei sein werden. Und genauso ist es auch gekommen", meint Hermann. Der Gast verfüge vor allem über eine gewachsene Mannschaft, in der Spielertrainer Jaisle die Führungsrolle übernimmt. Hinzu kommen: Wurfkräftige Rückraumspieler wie Gerd Becker, Wambach oder Wagenrad, die auch in der Abwehr gut zupacken können. "Das heißt für uns, dass unser Erfolgsrezept die zweite Welle beim Tempogegenstoß sein könnte", verrät Hermann ein kleines Stück seiner Taktik.
Allerdings wird mit Außenspieler Rolf Enders (Urlaub) eine Stammkraft bei der HSG fehlen. Die vakante Position könnte mit Alex Fischer - er habe gegen Hünfeld ein gutes Spiel gezeigt - oder Michael Börner besetzt werden. "Da sind wir ziemlich fexibel", so Hermann, der seine Mannen zwischen den Feiertagen noch einmal zum Training bittet. Am 29. Dezember steht das Jahresabschlussturnier in Gensungen an. (wz)
HSG glücklich beschert
Artikel von hersfelder-zeitung.de vom 24.12.2007
Von Michael Rimkus
BAD HERSFELD. Zwei Tage bevor der Mann mit dem roten Mantel und dem großen Schlitten kommt, bescherten die Spieler der HSG Eitra/Oberhaun sich sowie ihren treuen Anhang. Mit 31:29 behielten die Haunecker in der Handball-Landesliga Begegnung gegen den TSV Ost-Mosheim am Ende ebenso knapp wie glücklich beide Zähler.
Denn über eine Punkteteilung oder gar einen Auswärtssieg hätte sich am Ende der spannenden, aber für ein Spitzenspiel reichlich niveauarmen Partie, keiner beklagen können. So bezog die Begegnung des Tabellenzweiten gegen seinen Verfolger ihre Dramatik eher aus der stetig wechselnden Führung und einer dramatischen Schlusssequenz. Holprig schon der Beginn: Technische Fehler, eine Vielzahl von Fehlabgaben und "Fahrkarten" prägten das Bild: Nach zehn Minuten stand es gerade einmal 2:2.
Richtig treffsicher präsentierten sich eigentlich nur zwei Akteure im ersten Abschnitt. Jens Rüger auf Seiten der HSG und Rückraum-Hüne Matthias Poll beim TSV. Die restlichen Treffer verteilten sich wohl dosiert auf ihre Mannschaftskameraden. Spielertrainer René Hermann's Tor zum 14:13- Halbzeitstand ließ für den zweiten Abschnit beiden Fan-Gruppen Platz zur Hoffnung. Die HSG begann jetzt mit Martin Eckardt für Stefan Fohr im Tor, er konnte aber der Abwehr keine zusätzliche Sicherheit verleihen.
"Unsere Torleute machen zur Zeit ein kleines Leistungstal durch, das gibt es halt mal. Aber die kommen wieder zur alten Stärke zurück", war sich Hermann nach dem Spiel sicher. Am ständigen Führungswechsel indes änderte sich nichts. Beinahe im Sekundentakt wechselnd, gab sie den jeweiligen Fan-Gemeinden Grund, zu frohlocken. "Auswärtssieg, Auswärtsieg...", skandierten der stimmgewaltige, vom Besuch des Hersfelder Weihnachtsmarktes schon reichlich beseelte TSV- Anhang.
Routiniertes Auftreten
Dass es am Ende aber doch nicht dazu kam, lag am routinierten Auftreten des Gastgebers. Hermann selbst mit letztlich neun Toren, Matze Kienast und der für sein Alter reichlich abgezockte und treffsichere Achim Birkel brachten das HSG-Schiff letztlich mit viel Mühe in den sicheren Hafen.
Jens Rüger, für eine schöpferische Pause vom noch leicht angeschlagenen Andy Krause ersetzt, nutzte die Erholungsphase, um danach sofort wieder zu treffen. Als dann gegen Ende auch der wieder im Tor stehende Fohr gegen Poll die Oberhand behielt, war die Begegnung entschieden, die aber auch sehr leicht einen anderen Verlauf hätte nehmen können.
HSG Eitra/Oberhaun: Fohr, Eckardt, Kraft n.e.- Apel n.e., Birkel (5), Börner, Fischer (1), Hermann (9), Klein n.e., Kienast (5/2), Krause, Rüger (10/2), Schnell (1), Wagner n.e.
TSV Ost-Mosheim: Schaumann, Ziesemann- Jaissle (1), König (1), Fitozovic (3), Wagenrad (4), Remus (2), Apel, Wambach (7/2), Proll (9), Becker (2)
Z: 350, SR: Okrusch/Okrusch (FT Fulda), Siebenmeter: 4/4 - 5/5
Zeitstrafen: keine - 10 Min.
