HSG zeigt sich gereift

Artikel hersfelder-zeitung.de vom 16. September 2007

Bad Hersfeld. Die Trauben hängen bekanntlich hoch in Ost-Mosheim. Sehr hoch sogar. Von daher bedurfte es eines sehr couragierten und bis in die Schlussphase kämpferisch tadelsfreien Auftritts der HSG Eitra/Oberhaun, um mit dem 32:20 (15:15)-Auswärtserfolg im Auftaktspiel der Handball-Landesliga beim TSV Ost-Moshei die Trauben in Form dreier Punkte sichern zu können.

Die Gastgeber verlangten dem Vize-Meister der vergangenen Saison alles ab. Tempo, Kombinationssicherheit und ein zu Beginn nicht in den Griff zu bekommenen Kreisläufer König: das waren die Trumpfkarten des TSV. Die Routiniers Jaisle, Becker und Proll hingegen wurden anfangs geschont, um gegen den als konditionsstark bekannten Gast auch später noch mithalten zu können. Die HSG tat sich lange schwer, um in ihren gewohnten Spielfluss zu finden. Gegen die massierte Abwehr der Gastgeber fand man nur schwer Lücken, und die Außen taten sich über die gesamte Spieldauer sehr schwer. So waren es zwei Akteure der HSG, die dem Spiel ihrer Mannschaft den Stempel aufdrückten: Stefan Fohr im Tor, der sich von Minute zu Minute steigerte und der alles überragende "Matze" Kienast als Antreiber und mit 13 Toren treffsicherster Akteur der Haunecker. Die völlig ausgeglichene erste Hälfte endete mit 15:15. Nach dem Wechsel schafften es dann die Gäste mit dem 17:20 (35.) erstmals einen kleine Vorsprung heraus zu spielen.

Zweite Welle

Ost-Mosheim hingegen fand jetzt gegen die agressiver agierende HSG-Deckung keine Mittel, erzielte Tore fast nur noch durch Siebenmeter. Die Gäste spielten zudem ihre körperliche Dominanz aus. Mit guter zweiter Welle und erfolgreichen Zweikämpfen durch Mathias Kienast, Spielertrainer René Hermann und den nach langer Verletzung langsam wieder zu alter Form findenden Jens Rüger zogen die Gäste auf 30:25 davon. Immer mehr Verantwortung übernahm auch Andreas Krause. Eitra/Oberhaun sah jetzt wie der sichere Sieger aus, doch es sollte noch einmal eng werden. Eine Flut von Siebenmetern und Zeitstrafen, rote Karten gegen Remus (TSV) und Hermann (HSG) sowie permante Unterbrechungen brachten gegen Ende viel Hektik in die bis dahin zwar hart, aber fair geführte Partie. Doch die HSG ließ sich den verdienten Sieg nicht mehr nehmen. (mir)

Ost-Mosheim: Schauermann, Ziesemann - Jaisle (1), König (5), Wagenrad, Remus (1), Apel (1/1), Wambach (10/3), Proll (4), Lalek (4), Becker (4)

Eitra/Oberhaun: Fohr, Kraft- Apel (1), Fischer, Gilbert (2), Hermann (6), Kienast (13/5), Rüger (6/4), Enders, Klein, Börner, Wagner (n.e.), Krause (4)

Z: 100 - SR: Sennhenn/Hobbie (Datterode u. Grebendor) - Siebenmeter: 9/7 - 7/7 - Zeitstrafen: 8:12 Min. - Rot: Remus (Ost-Mosheim) 58. Tätlichkeit und Hermann (HSG) 56. Foulspiel.