Terrier an die Leine nehmen

Artikel von hersfelder-zeitung.de vom 25.10.2007

Handball/Landesliga Männer: HSG Eitra/Oberhaun am Sonntag in Ihringshausen

Bad Hersfeld. Eine knifflige Angelegenheit erwartet die HSG Eitra/Oberhaun am Sonntag um 18 Uhr beim TSV Ihringshausen. Die Gastgeber, die sich selbst den Spitznamen Terrier gegeben haben, möchten ihren bisher schlechten Saisonstart in der Handball-Landesliga der Männer möglichst vergessen machen und wieder zum oberen Tabellenviertel aufschließen.

Vor der Saison galten die Platzherren aus dem hohen Norden Hessens noch als einer der Anwärter auf die Meisterschaft der Landesliga Nord. Drei Neuzugänge aus der Oberliga sollten nach einem vierten Platz in der Vorsaison den nötigen Schub mitbringen, um ganz nach vorne zu kommen. Spätestens nach sechs Spieltagen und dem achten Tabellenplatz sind die Ihringshäuser jedoch von der manchmal bitteren Realität des Handballs eingeholt worden. Der TSV hält sich im grauen Mittelfeld auf, statt an der sonnigen Spitze.

Mit ein Grund dafür ist die Verletzung ihres Dreh- und Angelpunktes Gintautas Malakauskas. Der ehemalige litauische Nationalspieler kann bis zum jetzigen Zeitpunkt auf nur einen winzigen Einsatz in dieser Runde blicken. Unklar ist noch, ob er gegen die Haunecker auflaufen kann.

Viel entspannter sieht derweil die Situation bei der heimischen HSG Eitra/Oberhaun aus. Nach dem überzeugenden Heimsieg gegen die HSG Vulkan Vogelsberg findet man sich in der Tabelle noch immer auf Platz zwei und in Schlagdistanz zur ersten Position wieder.

Damit der Blick auf die Tabelle auch nach dem Spiel die HSGler zufrieden stimmt, fordert Eitras Spielertrainer René Hermann eine konsequentere Nutzung der Chancen: ,, Wir müssen nahezu alle Würfe erfolgreich verwerten, um in Ihringshausen bestehen zu können." Dieses Vorhaben soll mit der nötigen geistigen Frische gelingen. Ein Blick in die vergangene Spielzeit sollte die Haunecker mit der nötigen Selbstsicherheit in die Begegnung gehen lassen. Beide Vergleiche mit den Fuldatalern konnte die Mannschaft um ihren Kopf René Hermann deutlich für sich entscheiden.

Mit dem Anknüpfen an die Abwehrleistungen der letzten Wochen und etwas mehr Konzentration im Angriff sollten auch in dieser Runde zwei Punkte möglich sein. Und wer weiß, vielleicht wandeln sich die Gastgeber dann während des Spiels von bissigen Terriern zu tropfnassen Pudeln. (pp)