Bloß nicht verschlafen!

Hauneck. Die Karawane zieht weiter. Während Tabellenführer TV Hersfeld in der Handball-Landesliga Nord der Männer zwei Wochen verschnaufen darf, wird es für Verfolger Nummer eins, die HSG Eitra/Oberhaun, an diesem Samstag wieder ernst. Um 18.30 Uhr steht in der Waldhessenhalle das Heimspiel gegen den TV Flieden an.

Als Tabellensechster stehen die Gäste jenseits von Gut und Böse. 10:10 Punkte sind keine Bilanz, die die Haunecker beeindrucken dürfte. Und dennoch: "Wir sollten sie nicht am Tabellenstand messen", sagt HSG-Spielertrainer René Hermann. Das könnte in die Hose gehen. Flieden sei ein unangenehmer, weil aggressiver Gegner.

Hermann fordert von seiner Mannschaft vor allem eines: "Wir müssen diesmal von Beginn an wach sein und dürfen die erste Hälfte nicht wieder verschlafen wie beim Unentschieden in Eschwege." Um dem Gegner gar nicht erst die nötige Sicherheit zu geben, plant der 34-Jährige, seine Mannschaft offensiver antreten zu lassen als gewöhnlich. Wie das im Einzelnen aussehen soll, verrät er aber nicht.

Und was sagt Fliedens Trainer Georg Müller? "Eitra ist eine Topmannschaft. Es wird sicher ganz schwer für uns." Personell hat sich die Lage des TVF nicht sonderlich verbessert. Florian Enders, Bruder von Eitras Rolf Enders, steht verletzungsbedingt nur für Kurzeinsätze zur Verfügung. Und auch Dirk Petzold ist noch fraglich. Von Fliedens erfahrenem Halblinken hält René Hermann viel. "Ein echter Shooter wie es nur wenige in der Liga gibt", sagt er.

Übrigens: Die letzte Heimniederlage kassierte Eitra vor ziemlich genau zwei Jahren. Raten Sie mal, gegen wen. (häx)

Zurück in den Herzen

Artikel auf hersfelder-zeitung.de vom 25.11.2007

BAD HERSFELD. Standing Ovations als Belohnung: Mit der besten Saisonleistung spielte sich Handball-Landesligist HSG Eitra/Oberhaun beim 35:21 (16:15)-Kantersieg gegen den TV Flieden in die Herzen seines Anhangs zurück. Während beim Gastgeber lange vermisste Tugenden wieder zum Tragen kamen, enttäuschte der Angstgegner aus Flieden total.

Sichtlich zufrieden war eitra/Oberhauns Spielertrainer René Hermann: "Kompliment, das war eine sehr gute, geschlossene Mannschaftsleistung. Bis auf Kleinigkeiten gibt‘s nichts zu mäkeln". Kleinigkeiten? Es kann sich hierbei nur um einige Lässigkeiten beim Abschluss und die kurze Schwächephase Mitte der zweiten Hälfte gehandelt haben. Der Rest war frei von Tadeln. Von Beginn an agierte die HSG aggressiv und konzentriert, legte mit einer tollen Abwehrleistung den Grundstock zum Sieg.

Die Jugend rückt nach

Der mit stoischer Ruhe versehene Florian Kraft im Tor und die hart zupackenden Martin Schnell und Jens Rüger kauften Flieden früh den Schneid ab. Zudem drückte der Tag‘s zuvor 18 Jahre alt gewordene Andy Krause dem Spiel seinen Stempel auf: vorne wie hinten bot er eine überragende Leistung. Auch die anderen "jungen Wilden" überzeugten. Ob Michael Klein, Rolf Enders, Achim Birkel oder der erstmals eingesetzte Janick Berg - sie fügten sich nahtlos in's Spielgeschen ein. Und Flieden? Das fand vor allem in Hälfte eins nicht statt.

Mutlos, harmlos, konzeptlos: Ganze fünf (!) Treffer in diesem Abschnitt - schon zur Pause lag Flieden mit 5:16 hoffnungslos zurück. Auch danach gab die HSG den Ton an, zog bis auf 24:10 davon, ehe Flieden auf 25:15 herankam. Doch das war‘s dann: Die HSG zog die Zügel wieder an und auf 35:21 davon. (mir)

HSG Eitra/Oberhaun: Kraft, Fohr - Fischer (4), Hermann (4), Kienast (4/1), Rüger (4/2), Enders (5), Schnell (3), Klein (3), Wagner n. e., Börner, Krause (7), Birkel, Berg (1)

TV Flieden: Hering, Jahn - Matthiesen (2), Ebner (1), Hadam (2), Best (4/3), Enders (2), Bagus (4/1), Petzold (1), Gärtner, Cunningham (5), Grob

Z: 180, SR: Schneider/Schulz (Widdershausen und Heringen )

S: 3/3 - 6/4, Zeitstrafen: 14 Min. - 16 Min.