Hartes Stück Arbeit für die HSG
Hauneck. Der Countdown läuft: Am Sonntag beginnt für die Handballer der HSG Eitra/Oberhaun das Unternehmen „Oberliga“. Und eines ist sicher: Es wird ein Abenteuer werden. Jeder bei der HSG weiß, dass das Saisonziel „Klassenerhalt“ ein hartes Stück Arbeit bedeutet. Schon das Auftaktprogramm ist mit Hindernissen gepflastert, die unüberwindbar scheinen.
Eitra/Oberhaun muss am ersten Spieltag am Sonntag zur SG Bruchköbel (Beginn 18 Uhr) reisen. Nach einer einwöchigen Pause - die Partie gegen Dutenhofen/Münchholzhausen II ist auf den 30. Oktober verlegt - gastiert die HSG am 24. September bei einem weiteren Favoriten: dem TV Gelnhausen. Das erste Heimspiel ist für Montag, 3. Oktober, angesetzt. Dann kommt der Vorjahresdritte TV Reinheim in die Obersberghalle.
Doch die Gegner werden sich zumindest auf einen kampfbereiten Gegner einstellen müssen. Jörg Ley ist sich sicher, von der Vorbereitung her alles für die Oberliga getan zu haben. „Wir haben gut und viel zusammen trainieren können“, meint der Coach.
13 Vorbereitungsspiele haben die Haunecker absolviert. „Das war okay, was wir da gezeigt haben“, sagt Ley. Sorgen macht dem Trainer die personell dünne Decke. Neuzugang Andrei Tabacu, der großgewachsene Rückraumspieler, der von Hannover-Bothfeld nach Hersfeld kam, hat noch wenig Bindung zur Mannschaft gefunden. Rückkehrer Jens Rüger war nach einer Schulterverletzung fast zwei Jahre ohne Spielpraxis, Julian Pippert war krank.
Und ob Matthias Kienast Woche für Woche kann, steht auch noch nicht fest. Der Job bei der Polizei geht vor. „Schon am Sonntag kann er uns wahrscheinlich nicht zur Verfügung stehen“, sagt Ley. Aus diesem Grund will der Trainer auch seine Rolle neu definieren. „Mir fehlt natürlich noch das Training“, sagt er. „Aber prinzipiell wird es so sein, dass ich das Trikot immer mit dabei habe.“
Gerne würde Ley die HSG noch weiter verstärken: „Wir suchen noch einen Linkshänder. Aber die sind eben rar gesät“, meint er. Andere Neuzugänge wie Sebastian Köhler und Kevin Houston, die beide vom TVH kamen, haben sich gut in das Team eingefunden. „Sie sind von der Mannschaft voll und ganz akzeptiert“, sagt Ley.
Auf der Torhüterposition besitzt Ley sogar den Luxus der Qual der Wahl. Stefan Fohr, Philipp Breitbart, Neuzugang Christian Krätzig und auch Florian Kraft stehen zur Verfügung. „Da hat sich für meine Begriffe ein gesunder Konkurrenzkampf entwickelt. Jeder will die Nummer eins sein, jeder hat seine Vorzüge. Stefan ist mehr der Steher, Philipp ein Springer zwischen den Pfosten. Und Christian liegt irgendwo in der Mitte“, hat Ley im Training beobachtet. Die Torhüter sollen für das sorgen, was im Überlebenskampf in der Oberliga sehr wichtig sein wird: eine starke Abwehr. Über Gegenstöße zum Erfolg kommen - das könnte ein Erfolgsrezept für die HSG sein.
Von Hartmut Wenzel
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